Obwohl bei der Jodversorgung der Bevölkerung in den letzten Jahren auch in Deutschland beachtliche Fortschritte erzielt wurden, gibt es immer noch erhebliche Versorgungslücken. Jodmangelbedingte Schilddrüsenkrankheiten sind deshalb in Deutschland noch weit verbreitet.
- Gestörte Fruchtbarkeit bei Mann und Frau
- erhöhtes Risiko von Fehl- und Totgeburten sowie Mißbildungen
- Entwicklung eines Neugeborenenkropfes, oft verbunden mit einer Schilddrüsenunterfunktion
- gestörte Hirnentwicklung, verbunden mit geistigen Entwicklungsstörungen
- Wachstumsstörungen, verzögerte Knochenreifung
- verzögerte Lungenreifung, insbesondere bei Frühgeburten
- erhöhtes Risiko von späteren Hördefekten
- Strukturveränderungen des Schilddrüsengewebes
Jodsalz verwenden nach der Devise: Wenn Salz, dann Jodsalz
Lebensmittel und Speisen bevorzugen, die mit Jodsalz hergestellt sind (Zutatenverzeichnis bzw. Jodsiegel beachten)
Sicherstellung der Jodversorgung wie bei 1. und 2.
Zusätzliche Jodaufnahme in Tablettenform (bis 200 µg/Tag)
mit Jod angereicherte Säuglingsmilch
später mit Jod angereicherte Beikostprodukte
In Sonderfällen wie beispielsweise bei einseitiger vegetarischer Ernährung, bei Vorliegen einer Kuhmilch- oder Fischallergie bzw. bei Lactoseintoleranz und insbesondere bei salzarmer Ernährung wird dringend zur Aufnahme von Jod in Tablettenform geraten (Dosierung altersentsprechend bzw. fallbezogen 100 - 200 µg/Tag).).