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Presseinfos
 

Dauerhafter Ausgleich des Jodmangels gefordert

Mindestens 20 Millionen Erwachsene leiden in Deutschland auch heute noch unter einem jodmangelbedingten Kropf, wie die Fachzeitschrift "Prävention und Gesundheitsförderung" in ihrer Ausgabe 3/2007 berichtet. Hinzu kommen im Alter häufig noch Schilddrüsenknoten und damit verbunden eine Schilddrüsenautonomie, die zu erheblichen Gesundheitsstörungen und teils schwerwiegenden Krankheiten führen können. Häufig sind derartige Schilddrüsenfunktionsstörungen den Betroffenen noch nicht einmal bekannt.

Jedoch können auch andere gesundheitliche Störungen Folge von Jodmangel sein. So werden Unfruchtbarkeit bei Mann und Frau mit Jodmangel in Verbindung gebracht, ebenso wie Früh- oder Fehlgeburten. Jodmangel bei Schwangeren kann ferner zu einer Schilddrüsenunterfunktion bei Mutter und Kind führen, was sich letztendlich nachteilig auf die Hirnfunktionen und somit auch auf die Intelligenz des Kindes auswirken kann.

Deshalb raten Schilddrüsenexperten Frauen, ihren erhöhten Jodbedarf während der Schwangerschaft und Stillzeit mit Jodtabletten zu decken und sich diesbezüglich vom Arzt beraten zu lassen. Vor einer Jodaufnahme nach dem Gießkannenprinzip raten die Experten allerdings ab. Deshalb sollte der Arzt zunächst eine Bestandsaufnahme machen und daraufhin gezielte Jodzufuhrempfehlungen geben.

Um sich jodreich zu ernähren, wird in erster Linie der regelmäßige Verzehr von Seefisch empfohlen. Gute Jodlieferanten sind heute auch Milch und Milchprodukte, weil Mineralfutter für Kühe tierbedarfsgerecht mit Jod angereichert wird. Dieses findet sich dann vornehmlich in der Milch wieder.

Den größten Anteil an der Verbesserung der Jodversorgung in den letzten 20 Jahren hat jedoch Jodsalz, das heute in über 80 Prozent der Privathaushalte und in einem Großteil von Großküchen, Bäckereien und Fleischereien verwendet wird. Jodmangelbedingte Schilddrüsenvergrößerungen und -krankheiten sind dadurch bei der nachwachsenden Generation in den letzten Jahren erheblich zurückgegangen. Allerdings sollte Jodsalz auch in der Lebensmittelindustrie auf breiterer Basis verwendet werden, um die Jodversorgung für die Gesamtbevölkerung dauerhaft sicherzustellen.

Schilddrüsenexperten weisen nachdrücklich darauf hin, dass es durch Jodsalz in der Nahrung zu keiner Überversorgung mit dem für die Schilddrüse wichtigen Spurenelement kommt. Selbst wenn regelmäßig Seefisch und Milch sowie Milchprodukte verzehrt werden, stellt Jodsalz keine Gefahr dar. Auch Schilddrüsenkrankheiten können durch Nahrungsjod nicht ausgelöst bzw. bestehende nicht verschlechtert werden. Bedenken gegen Jodsalz und jodhaltige tierische Lebensmittel sind also unbegründet. Umso wichtiger ist eine weitere Aufklärung über die Folgen des Jodmangels und den Nutzen der Jodsalzverwendung, die sich auf die gesamte Nahrungskette erstrecken sollte.


- AKJ -


Groß-Gerau, September 2007

 

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