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Jod + Ernährung
 

Jod – ein lebenswichtiges Spurenelement für den Menschen

Jod ist ein lebenswichtiger Nährstoff, der regelmäßig mit der Nahrung aufgenommen werden muss. Das gilt ohne Ausnahme für jedes Lebensalter.

Jod ist unentbehrlich für eine normale Schilddrüsenfunktion. Ohne Jod können die Schilddrüsenhormone nicht gebildet werden. Die Schilddrüsenhormone wiederum sind an zahlreichen lebenswichtigen Vorgängen im Stoffwechsel und bei der Kreislaufregulation beteiligt. Aber auch die Fruchtbarkeit von Mann und Frau, die normale Entwicklung des Kindes im Mutterleib und das seelische Befinden werden durch die Schilddrüsentätigkeit beeinflusst.

Im Wachstumsalter sind die Schilddrüsenhormone besonders wichtig, denn sie beeinflussen die altersentsprechende körperliche Entwicklung sowie die Reifungsvorgänge des Gehirns und die damit verbundene intellektuelle Leistungsfähigkeit.

Jod: Empfohlene Mengen und tatsächliche Zufuhr (in Mikrogramm (µg) Jod pro Tag)

Altersgruppe Empfohlene Menge Tatsächliche Aufnahme Joddefizit
Gestillte Säuglinge 50 - 80 40 - 50 10 - 30
Kinder, 1-9 Jahre 100 - 140 60 - 100 40
Jugendliche, Erwachsene 180 - 200 120 60 - 80
Schwangere, Stillende 230 - 260 110 - 125 120 - 135

 
Ausreichende Mengen an Jod kommen nur in Seefisch (Salzwasserfisch) und anderen Meerestieren vor. Nennenswert können die Jodgehalte in Milch und Milchprodukten sein, allerdings ist hier die Fütterung der Tiere ausschlaggebend.

Die Jodierung des Speisesalzes hat sich in zahlreichen Ländern mit Jodmangel als wirksames Mittel zur Verbesserung der Jodversorgung bewährt. Auch in Deutschland gilt die Verwendung von Jodsalz im Privathaushalt als wichtige Vorbeugungsmaßnahme vor jodmangelbedingten Schilddrüsenkrankheiten. 80 Prozent der Haushalte machen davon bereits Gebrauch.

Außerdem ist es lebensmittelrechtlich erlaubt, Brot und Backwaren, Wurst und Fleischerzeugnisse, Fertigprodukte und Tiefkühlwaren verschiedenster Art mit Jodsalz herzustellen. Bei verpackten Lebensmitteln muss dies dann im Zutatenverzeichnis aufgeführt sein. Die Verwendung von Jodsalz ist weiterhin für alle Bereiche der Gemeinschaftsverpflegung und in der Gastronomie zugelassen und wird hier – ebenso wie in der Lebensmittelwirtschaft – dringend empfohlen.


ã Arbeitskreis Jodmangel

 
Der derzeitige Verbrauch von Jodsalz und das momentane Angebot von mit Jodsalz hergestellten Lebensmitteln und Speisen im lebensmittelproduzierenden Gewerbe und in der Außer-Haus-Verpflegung haben die Jodversorgung der Bevölkerung in den letzten Jahren wesentlich verbessert. Trotzdem entspricht bei der Mehrzahl der Bundesbürger die Jodaufnahme noch nicht dem Jodbedarf. Gegenwärtig fehlt noch etwa ein Drittel der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) e.V. empfohlenen Zufuhrmenge. Dieses Defizit gilt es auszugleichen.

Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) prüft und prämiert in freiwilligen Qualitätswettbewerben jährlich eine Vielzahl von Lebensmitteln. Darunter auch solche, die mit Jodsalz hergestellt sind. Die mit einem DLG-Preis prämierten Back- und Wurstwaren sind unter folgender Adresse zu finden: http://www.dlg.org

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