Der Jodmangel ist ein seit langem und weltweit bekanntes Gesundheitsproblem. Die Schweiz war Pionierland im Kampf gegen den Jodmangel. 1922 wurde dort Jodsalz eingeführt. Kurz darauf folgten die USA und Schweden, später Österreich.
Besonders sensibel reagieren Säuglinge, Kinder und Jugendliche auf einen Jodmangel. Deshalb wurde 1990 auf dem UN-Weltkindergipfel beschlossen, weltweit gegen Jodmangelkrankheiten – vor allem in der jungen Generation – vorzugehen.
Im Verlauf der letzten 20 Jahre sind weltweit Verbesserungen bei der Jodversorgung zu verzeichnen. Nach wie vor ist der Jodmangel aber nicht ausgeglichen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass immer noch etwa zwei Milliarden Menschen weltweit vom Jodmangel betroffen sind.
Nach den aus 130 Ländern verfügbaren Daten liegt in 47 Ländern noch ein Jodmangel vor. In 49 Ländern besteht eine weitgehend ausreichende und in 27 Ländern eine sehr reichliche Jodversorgung. Als überwiegend „Jodmangelfrei“ gelten in Europa nur die Schweiz, Österreich, Schweden und Norwegen.
Von den in 130 Ländern
untersuchten 6 bis 12-jährigen
Schulkindern haben
noch immer 31,5Prozent
einen Jodmangel – das sind
266 Millionen 6 bis 12-
Jährige weltweit.