Von Natur aus jodreich sind nur Seefisch und Meerestiere wie beispielsweise Schellfisch, Seelachs, Rotbarsch, Kabeljau oder Garnelen. Der Fischverzehr ist in Deutschland im Mittel mit 16 kg pro Kopf und Jahr aber viel zu gering, um den Jodbedarf zu decken. Auch kann bei wenig schonender Zubereitung ein Teil des Jods aus dem Fisch verloren gehen. Im Durchschnitt tragen Seefisch und Meerestiere nur mit neun Prozent zur Jodversorgung bei.
Wegen des häufigeren und mengenmäßig höheren Verzehrs sind Milch und Milchprodukte als Jodlieferanten besonders wichtig. Sie tragen im Mittel mit 37 Prozent zur Jodaufnahme bei.
Der Jodgehalt der Kuhmilch erhöhte sich erst in den letzten Jahren, weil die Tiere über Trockenfuttermischungen Jod erhalten. Nutztiere nehmen auf den jodarmen Weiden zu wenig Jod auf. Da dies Fruchtbarkeit und Infektanfälligkeit der Tiere nachteilig beeinflusst, darf in der Europäischen Union (EU) dem Trockenfutter für Nutztiere (Rind, Schwein, Geflügel u.a.) Jod nach genau vorgeschriebenen Werten zugesetzt werden. Nennenswerte Jodmengen können somit insbesondere in der Wintermilch (mehr Trockenfutter, kaum Weidehaltung) enthalten sein. Die Jodierung von Futtermitteln führt aber nicht zu einem allgemeinen Jodüberangebot.
Weitere wichtige Jodlieferanten sind Fleischwaren und Wurst (21 Prozent der Jodaufnahme) sowie Brot und weitere Backwaren (19 Prozent der Jodaufnahme). Hier ergibt sich der Jodgehalt im wesentlichen durch die Verwendung von Jodsalz bei der Herstellung.
Vorwiegend in Asien tragen
auch Meeresalgen und Seetang
zur dort sehr reichlichen
Jodaufnahme bei. Vor
dem Verzehr solcher Produkte
wird in Deutschland
ausdrücklich gewarnt. Bestimmte
Algen- und Seetangprodukte
können extrem
hohe Jodmengen enthalten,
an die unser Schilddrüsenstoffwechsel
– anders als
bei der Bevölkerung in
Asien – nicht angepasst ist.