Im Lebensmittelhandel gibt es Jodsalz, außerdem Jodsalz mit Fluorid und Jodsalz mit Fluorid und Folsäure. Darüber hinaus gibt es auch Jodsalz mit verschiedenen Kräuter- und Gewürzzusätzen. Die Jodmenge ist in Deutschland mit 15–25 mg Jod/kg Speisesalz für alle Jodsalze einheitlich festgelegt.
Jodsalz mit Fluorid: Fluorid zählt wie Jod zu den Spurenelementen und ist für die Vorbeugung der Zahnkaries von großer Bedeutung. Zusätzlich zur Verwendung fluoridhaltiger Zahnpaste zum Zähneputzen wird daher auch Jodsalz mit Fluorid für die Speisenzubereitung im Privathaushalt empfohlen. Beim Verzehr von Speisen mit fluoridiertem Jodsalz kann Fluorid durch den direkten Kontakt mit den Zähnen schon während des Kauens seine Kariesschutzwirkungen entfalten. Pro Kilogramm Jodsalz dürfen 250 mg Fluorid zugesetzt werden. Jodsalz mit Fluorid kann auch in der Kleinkindernährung (ab zweitem Lebensjahr) eingesetzt werden. Fluoridtabletten sind dann entbehrlich.
Jodsalz mit Fluorid und Folsäure: Folsäure ist ein Vitamin der B-Gruppe. Ähnlich wie beim Jod gibt es auch bei der Folsäure Probleme mit einer ausreichenden Versorgung. Ein Großteil der Bevölkerung hat Zufuhrdefizite von bis zu 50%. Dies kann zu Blutarmut führen, zur Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) beitragen und in der Schwangerschaft Komplikationen oder sogar schwere Missbildungen des Kindes auslösen.
Jodsalz mit Fluorid und Folsäure
wird deshalb ebenfalls
zur Speisenzubereitung im
Privathaushalt empfohlen.
Täglich werden pro Person
ungefähr zwei Gramm Salz
zu Hause verwendet. Davon
wird jedoch nur die Hälfte
aufgenommen, da die andere
Hälfte zum Beispiel mit
dem Kochwasser verloren
geht. Mit dem im Haushalt
verwendeten Salz können
also 100 Mikrogramm Folsäure
aufgenommen und somit
25 Prozent des Tagesbedarfs
an Folsäure gedeckt.
Jodsalz mit Fluorid und
Folsäure kann für die gesamte
Familie verwendet
werden.