Im Lebensmittelhandel gibt es Jodsalz, außerdem Jodsalz mit Fluorid und Jodsalz mit Fluorid und Folsäure. Darüber hinaus gibt es auch Jodsalz mit verschiedenen Kräuter- und Gewürzzusätzen. Die Jodmenge ist in Deutschland mit 15-20 mg Jod/kg Speisesalz für alle Jodsalze einheitlich festgelegt.
Jodsalz mit Fluorid: Fluorid zählt wie Jod zu den Spurenelementen und ist für die Vorbeugung der Zahnkaries von großer Bedeutung. Zusätzlich zur Verwendung fluoridhaltiger Zahnpaste zum Zähneputzen wird daher auch Jodsalz mit Fluorid für die Speisenzubereitung im Privathaushalt empfohlen. Beim Verzehr von Speisen mit fluoridiertem Jodsalz kann Fluorid durch den direkten Kontakt mit den Zähnen schon während des Kauens seine Kariesschutzwirkungen entfalten. Pro Kilogramm Jodsalz dürfen 250 mg Fluorid zugesetzt werden. Jodsalz mit Fluorid kann auch in der Kleinkindernährung (ab zweitem Lebensjahr) eingesetzt werden. Fluoridtabletten sind dann entbehrlich.
Jodsalz mit Fluorid und Folsäure: Folsäure ist ein Vitamin
der B-Gruppe. Ähnlich wie beim Jod gibt es auch bei der Folsäure Probleme
mit einer ausreichenden Versorgung. Ein Großteil der Bevölkerung
hat Zufuhrdefizite von bis zu 50 Prozent. Dies kann zu Blutarmut führen,
zur Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) beitragen und in der Schwangerschaft
Komplikationen oder sogar schwere Missbildungen des Kindes auslösen. Jodsalz
mit Fluorid und Folsäure wird deshalb ebenfalls zur Speisenzubereitung
im Privathaushalt empfohlen. Mit einer üblicherweise verwendeten Salzmenge
von zwei Gramm pro Person und Tag werden 200 mg Folsäure aufgenommen und
somit 50 Prozent des Tagesbedarfs an Folsäure gedeckt. Jodsalz mit Fluorid
und Folsäure kann für die gesamte Familie verwendet werden.