Eine Schilddrüsenüberfunktion kann durch heiße (autonome) Knoten (s. 6) ausgelöst werden oder infolge der Basedow'schen Erkrankung bestehen.
Eine Schilddrüsenüberfunktion durch heiße (autonome) Knoten ist bei Erwachsenen mittleren und höheren Alters anzutreffen. Auslöser ist zumeist ein jahrzehntelanger Jodmangel. Wird der Jodmangel weiter erfolgreich bekämpft, können Schilddrüsenautonomien weitgehend ausgemerzt werden.
Bei der Basedow'schen Krankheit, kommt es durch eine Fehlsteuerung des Immunsystem
zu einer Dauerstimulation der Schilddrüsenhormonfunktion. Für die
Basedow'sche Erkrankung besteht eine erbliche Veranlagung, die Erkrankung tritt
in jüngerem Alter auf.
Die derzeitige durchschnittliche Jodaufnahme (Jodsalz, Jod in Lebensmitteln)
bereitet den Patienten, die wegen einer Schilddrüsenautonomie oder Basedow'scher
Krankheit ärztlich behandelt werden (siehe Frage 21),
keine Probleme. Allgemein gelten Jodaufnahmen bis zu 300 Mikrogramm (µg)
pro Tag, das entspricht dem 1,5-fachen des täglichen Bedarfs, als verträglich.
Auch können Schilddrüsenüberfunktionen durch "Jodverzicht"
nicht geheilt, sondern müssen nach Bedarf behandelt werden (siehe Frage
21).
Eine Problemgruppe sind Patienten mit noch nicht erkannter oder mit nicht behandelter
Schilddrüsenüberfunktion. Durch sehr hohe Jodaufnahmen (Medikamente,
Röntgenkontrastmittel, Hautdesinfektionsmittel, hochdosierte Nahrungsergänzungsmittel,
Genuss bestimmter asiatischer Gerichte) können die Beschwerden einer Schilddrüsenüberfunktion
(siehe Frage 6) ausgelöst oder aber verschlimmert
werden.